Was ist ganzheitliche Medizin?

By Matthias Morgenstern
On 31. März 2024 At 17:54

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Ganzheitliche Medizin wird als „die Kunst und Wissenschaft der Heilung, die den ganzen Menschen anspricht – Körper, Geist und Seele“ definiert. Mit anderen Worten: Es geht nicht nur um Ihre körperliche Gesundheit.

Der Praxis zufolge sind unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden das Ergebnis der Interaktion zwischen physischen, umweltbedingten, emotionalen und psychologischen Aspekten des Lebens einer Person. Das Besondere an der ganzheitlichen Medizin ist daher ihr integrativer Gesundheitsansatz. Es nutzt sowohl alternative als auch konventionelle Medizin und untersucht alle Aspekte des Lebens eines Menschen.

Das Ziel besteht darin, ganzheitliche Gesundheit zu erreichen, einen „unbegrenzten und ungehinderten freien Fluss der Lebensenergie durch Körper, Geist und Seele“.

Die vier Schlüsselprinzipien der Ganzheitlichkeit sind:

  1. Die angeborenen Heilkräfte des Patienten

Die ganzheitliche Medizin lehrt, dass der Körper über eine angeborene Fähigkeit zur Selbstheilung verfügt. Aus diesem Grund möchte sie diese natürliche Heilung durch den Einsatz verschiedener Behandlungen und Methoden wecken und fördern.

Darüber hinaus ist sie davon überzeugt, dass der beste Weg zur Erhaltung einer guten Gesundheit darin besteht, Krankheiten von vornherein zu verhindern. Das ist nicht nur besser für den Körper, sondern auch kostengünstiger. Gute Gewohnheiten anzunehmen, um das Wohlbefinden zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen, ist für den Körper weniger anstrengend als die Überwindung einer Krankheit.

Um die Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung zu fördern, versucht die ganzheitliche Medizin, die allgemeine Gesundheit zu fördern, anstatt nur eine Reihe von Symptomen zu behandeln. In diesem Fall geht gute Gesundheit über die Abwesenheit von Krankheit hinaus. Ziel ist es, die bestmögliche Lebensqualität in körperlicher, emotionaler, geistiger und sozialer Hinsicht zu erreichen.

  1. Der Patient hat mehr zu bieten als nur eine Krankheit

Für die ganzheitliche Medizin ist Krankheit die Folge eines Ungleichgewichts oder einer Funktionsstörung des Einzelnen. Darüber hinaus besteht eine Möglichkeit, dieses Ungleichgewicht zu behandeln, darin, die Auswirkungen negativer Emotionen, Erfahrungen, Gewohnheiten und Erinnerungen zu ändern. Mit anderen Worten: Ein ganzheitlicher Arzt ermutigt Patienten, die Auswirkungen von Emotionen und Erfahrungen auf ihre Gesundheit zu erforschen und sich von schädlichen Emotionen und Gedanken zu befreien.

Folglich können positive Emotionen und Gefühle wie Liebe, Begeisterung und Hoffnung dazu beitragen, das Gleichgewicht wiederherzustellen und den Patienten dem Wohlbefinden näher zu bringen.

Daher ist eine Krankheit in diesem Fall eine Chance für Patienten, mehr zu lernen und sich zu verbessern. Darüber hinaus ist für Ärzte jeder Patient eine neue Gelegenheit, einen Menschen auf seinem einzigartigen Weg zum Wohlbefinden zu begleiten.

Gerade die derzeitige Diskussion in Ärzteschaft und Gesellschaft zeigt, dass der tägliche Arbeitsanfall in den Praxen oftmals eine solche ganzheitliche Behandlung kaum zulässt. Aber es gibt durchaus „Leuchtturm-Projekte“, holen Sie sich dazu Informationen im Netz zu „Holistik“ und „ganzheitlicher Medizin“.

  1. Heilung erfordert einen Teamansatz

Ein wichtiger Teil der Arbeit des Arztes besteht darin, jeden Patienten aufzuklären und zu befähigen, damit er fundierte Entscheidungen über seine Gesundheit und Behandlungen treffen kann.

Aufklärung ist eine wichtige Aufgabe des Arztes. Um das Wohlbefinden zu fördern, muss der Patient unter Anleitung und Ermutigung des Arztes gesundheitsfördernde Gewohnheiten entwickeln. Beispielsweise kann der Arzt den Patienten dazu anleiten, sich gesünder zu ernähren, Sport zu treiben oder sich beraten zu lassen.

Patient und Arzt arbeiten als Team zusammen, um das Wohlbefinden wiederherzustellen. Die Beziehung zwischen Patient und Arzt ist also offensichtlich unterstützend und kooperativ. In dieser idealen Beziehung hört der Arzt zu und respektiert die Bedürfnisse, Meinungen und Erkenntnisse des Patienten. Und die Patientin ist kein passiver Akteur ihrer eigenen Gesundheit. Stattdessen wird sie ermutigt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer positiven Arzt-Patienten-Beziehung in der ganzheitlichen Medizin ist der Einsatz unterschiedlicher Behandlungsmethoden.

Für manche Menschen unterscheidet sich ganzheitliche Medizin nicht von Homöopathie oder Naturheilkunde. Es gibt jedoch einen Unterschied.

Die ganzheitliche Medizin kann auf natürliche Behandlungen zurückgreifen, wenn der Patient davon profitieren kann, sie bedient sich aber auch der konventionellen Medizin und Behandlungen. Die Einbeziehung eines breiteren Spektrums evidenzbasierter Therapien mit unterschiedlichen Vorteilen trägt dazu bei, dass der Patient eine umfassendere Versorgung erhält.

  1. Behebung der Krankheitsursachen und nicht nur der Symptome

Der integrale Ansatz der ganzheitlichen Medizin zum Wohlbefinden ermöglicht es ihr, tiefer auf die gesundheitlichen Probleme des Patienten einzugehen, weit über die körperlichen Symptome einer Krankheit hinaus.

Wenn man dem Problem auf den Grund geht, stellt dies auch sicher, dass der Patient langfristig gesund wird und weitere Krankheitsepisoden in der Zukunft verhindert werden.

 

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