Themenwoche Sex & Love in 3SAT

Sex  & Love – das konnte ich im Betreff meiner Einladungs-Email zu dieser – auch Blog – Themenwoche nicht schreiben, meinem Email-Versender war das zu „anstößig“.

Dabei tut sich gerade hier das ganze Spannungsfeld auf: Oft zu viel Sex im öffentlichen Leben, in Werbung, Pornoindustrie und Prostitution – Langeweile, Frust, Versagensängste in Paarbeziehungen, in den deutschen Betten.

Erfolgreiche Paarbeziehungen ohne das Bemühen um für beide befriedigende Sexualität sind sicher die Ausnahme.

Dass das breite Interesse und das Bemühen da ist, beweisen unzählige Ratgeber in Buchform, als DVD, Filme oder im Fernsehen.

Und nicht zuletzt auch fantasiegetriebene Formen der Sexualität gibt es nicht erst seit „Fifty Shades of Grey“, schon in „Die Geschichte der O“ einem 1954 erschienenen erotischen Roman von Anne Desclos, die ihn unter dem Pseudonym Pauline Réage veröffentlichte, wird die weiblicher Unterwerfung  thematisiert. Das Werk galt lange als ein Skandalbuch, übte auf die Entwicklung der erotischen Literatur großen Einfluss aus[1] und war einer der bekanntesten sadomasochistischen Romane der Welt. Er wurde bereits mehrfach verfilmt.

Faszinierend daran ist, dass beide Romane von Frauen geschrieben wurden, so wie auch ein Blick in die „Erotische Literatur“ zeigt, dass wahrscheinlich oft männliche Fantasien – allerdings von Frauen – bedient werden.

Der Sex ist seit Jahrzehnten wahrscheinlich der gleiche, aber der Bewertungsmaßstab und der Anspruch sind immer weiter gestiegen. Jener Sex, der vor 20 Jahren noch fantastisch war, genügt heute nicht mehr. Der Erlebnissex mit Swingerclub, SM und Analverkehr ist jetzt der Maßstab. Aber keiner macht sich Gedanken darüber, ob er das wirklich mag oder ob es nur gut zum gesellschaftlichen Bild des sexuell aufgeschlossenen Menschen passt.

Dabei sind Fantasien wie Gruppensex und Sadomaso (4,2 % ) oder beim Sex beobachtet zu werden (3,9 %) sind die seltensten erotischen Fantasien hierzulande.

Auch Analsex ist eher eine Fantasie der Männer, bei den Frauen ist er mit 3,6% abgeschlagen.

Das ergab eine kürzlich vom Playboy veröffentlichen Umfrage. Dabei wünschen sich:

32,7 %    Sex im Freien (M: 36,1 % / F: 29,2 %)

31,2 %    Oralsex, passiv (M: 38,5 % / F: 23,8 %)

24,4 %    Sex-Spielzeug (M: 27,4 % / F: 21,4 %)

23,5 %    Dreier (Mann-Frau-Frau) (M: 41,4 % / F: 5,4 %)

22,9 %    sich beim Sex unterwerfen (M: 16,8 % / F: 29,2 %)

19,9 %    den Partner dominieren (M: 25,4 % / F: 14,2 %)

18,7 %    Sex mit einem/einer Fremden (M: 29,2 % / F: 8,0 %)

16,3 %    Rollenspiele (M: 19,7 % / F: 12,8 %)

16,0 %    Fesselspiele (M: 16,8 % / F: 15,2 %)

15,8 %    Analsex (M: 27,8 % / F: 3,6 %)

In der eingangs zitierten Themenwoche wurde gestern in einer Dokumentation untersucht, wie oft Lust und Lüge „in einem Bett“ aufeinandertreffen.

Viermal Sex pro Woche, multiple Orgasmen und ewige Treue: Beim Sex wird gelogen, dass sich die Bettpfosten biegen. Wo schummeln wir am meisten – und warum?

Ehrlichkeit und Treue – für die meisten Deutschen sind das die wichtigsten Eigenschaften eines potenziellen Partners. Doch in kaum einer anderen Beziehung steckt so viel Potenzial für Täuschung wie in der zwischen den Geschlechtern. Wir lügen über unseren Status, über die Tiefe unserer Gefühle oder über unsere Bereitschaft zum Sex.  „Der Mensch ist ein geborener Lügner. Und am meisten lügt er, wenn es um Lust und Liebe geht“, sagt der Evolutionsbiologe Bernhard Fink. Aber warum ist das so? Welchen Vorteil bietet uns die Lüge in der Liebe? Und wo stehen wir uns damit vielleicht selbst im Weg? Keine Lust auf Sex? Viele Frauen geben das nicht offen zu

Statt frei heraus zu sagen „Liebling, ich habe keine Lust auf Sex“, druckst sie herum, hat plötzlich Kopfschmerzen oder ist müde. Doch warum sind viele Frauen in diesem Punkt nicht ehrlich? Das liegt daran, dass sich das weibliche Geschlecht nach Harmonie sehnt und den Partner nur ungern vor den Kopf stoßen möchte. Auch der Versuch, unschöne Diskussionen zu vermeiden, lässt Frauen immer wieder flunkern. Wenn Frauen keine Lust haben, ist das so. Sie möchten sich dann nicht rechtfertigen müssen. Viele Männer verstehen das aber nicht und es kommt zur Auseinandersetzung.

Orgasmus vortäuschen macht nicht glücklich

Die Sex-Flunkereien können sogar so weit gehen, dass die Frau einen Orgasmus vortäuscht – weil sie entweder keine Lust auf ein langes Liebesspiel hat, ihr der Sex keinen Spaß macht oder keine rechte Stimmung aufkommt. Fair ist das nicht. Denn während der Mann glaubt, seine Partnerin glücklich zu machen, spielt sie ihm nur etwas vor.

Ehrlichkeit führt hier eher zum Ziel: Hat sie Lust auf einen Quickie, sollte sie das offen sagen. Hat sie Fantasien, die sie ausleben möchte oder Probleme, zum Orgasmus zu kommen, sollte das ebenfalls kommuniziert werden. Nur so können sich beide aufeinander einstellen und gemeinsam einen Weg zu neuer Leidenschaft finden.

Statistiken zufolge klagen hierzulande immer mehr Menschen über Lustlosigkeit.

Stress, Leistungsdruck, Ablenkung und „Überfütterung“ durch Fernsehen & Co verbannen die sexuelle Lust der Paare nach „unter ferner liefen…“.

18 Uhr Sportschau, 20 Uhr Tagesschau – und dann ab in die Kiste. Fürs Schäferstündchen unterm heimischen Laken steht der Samstag bei den Deutschen klar auf Platz eins. Und: Wer 6,4 Mal im Monat Sex hat, liegt damit im (guten) Durchschnitt.

Dabei sind es immer wieder kleine, meist mediale Nadelstiche, die nach und nach in unseren Köpfen ein Bild des modernen Menschen kreieren.  Man kann nämlich nicht sagen, es ist jene Zeitungsmeldung, dieser Post oder dieser Sexratgeber, der Leistungsdruck aufkommen lässt. Aber insgesamt zielt alles in dieselbe Richtung: Du musst besseren Sex haben, sonst verlässt dich deine Freundin oder sonst versäumst du was im Leben.
Setzen Sie sich nicht unter Druck, sondern haben Sie einfach Spaß – beide! Es ist das Schlimme an den ganzen Sexratgebern: Die versuchen den Leuten zu erklären, wann sie Spaß haben und wann ihnen etwas gefällt. So wird man zwangsläufig sexunmündig. Wenn man sich nach dem Sex besser fühlt als vorher, ist das wunderbar. Dann braucht man weder Tabellen noch Skalen und schon gar keine iPhone-Apps, die einem anhand von Lautstärke, Bewegungsintensität und Dauer anzeigen, ob man guten Sex hatte.

Hier einige Tipps, wie Sie Ihrer Partnerin (wieder) mehr Lust verschaffen:

Vermitteln Sie Geborgenheit

Frauen stehen in kontinuierlicher Zwietracht mit sich selbst. Sie machen sich Gedanken über ihr Auftreten, ihr Aussehen und ihre Qualitäten als Liebhaberin. Ihre Aufgabe ist es deshalb, Ihrer Partnerin maximale Sicherheit zu vermitteln. Lassen Sie keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie Ihre Traumfrau ist und Sie gerne mit ihr schlafen. Am besten erreichen Sie dies, indem Sie der Frau Komplimente machen.

Zeigen Sie Ihr Begehren

Fast zwei Drittel der weiblichen Teilnehmer in Studien geben an, dass ihnen Fantasien dabei helfen, zum Höhepunkt zu kommen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Liebste schon im Vorfeld zum Kopfkino anregen. Erinnern Sie sie an Erlebnisse, bei denen sie gemeinsam so richtig in Fahrt gekommen sind. Schicken Sie ihr zweideutige – aber geschmackvolle – Kurznachrichten. Nur, um ihr zu verraten, was Sie nach Feierabend mit ihr anstellen möchten. Auch ein Frauenporno kann helfen, die Fantasie der Frau richtig in Fahrt zu kriegen.

Küssen Sie mit Leidenschaft

Während Küssen für Sie lediglich eine Vorstufe zum Geschlechtsverkehr darstellt, regen heiße Zungenküsse eine Frau erst richtig an. Sie fühlt sich geliebt und bekommt Lust auf mehr. Zeigen Sie sich also geduldig, wenn Ihre Partnerin nach weiteren Lippenbekenntnissen verlangt. Hals, Brust, Schenkelinnenseiten – beinahe jeder Körperteil ist empfänglich für Küsse und Streicheleinheiten.

Gehen Sie es langsam an

Alle lieben Vorspiel: Frauen und Männer gleichermaßen. Da Ihre Partnerin im Vergleich zu Ihnen jedoch nicht so schnell in Fahrt kommt, sollten Sie Ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Kümmern Sie sich zunächst ausgiebig um die Frau. Küssen, streicheln und lecken Sie sanft über ihre erogenen Zonen, bis sie eindeutig erregt ist. Legen Sie eine Hand auf den Bauch Ihrer Freundin, um – unter anderem beim Oralsex – zu merken, ob Sie sich um die richtigen Hot-Spots kümmern. Spüren Sie ein leichtes Zucken, sind Sie auf dem richtigen Weg.

Weniger ist wie immer mehr

Frauen möchten möglichst hart rangenommen werden. Das wird uns zumindest in Pornofilmen gezeigt. Ein Klischee, das nicht im Geringsten der Realität entspricht. Klitoris und Vagina werden bei übertriebener Beanspruchung nämlich wund oder unempfindlich. Belassen Sie es am Anfang bei sanften Berührungen und flachen Stößen. Möchte die Frau das Tempo und die Intensität steigern, werden Sie das schon spüren. Reicht vaginaler Verkehr nicht aus, nutzen Sie Ihre Hände für zusätzliche Stimulation am Kitzler.

Wie kündigt sich der Orgasmus an

Wird die Atmung der Frau tiefer, wölbt sie sich Ihnen entgegen und stöhnt mit durchschnittlich jedem dritten Ihrer Stöße, hat sie gute Chancen auf einen Höhepunkt. Wichtig ist, dass Sie nun nicht aufhören, mit dem was Sie da machen. Scheuen Sie sich außerdem nicht davor, Ihre eigene Lust zu zeigen. Nichts verwirrt eine Frau mehr, als ein Mann, der während des Sex keinen Ton von sich gibt. Wenn Sie ihr zeigen, wie viel Lust Sie beim Sex auf Ihre Partnerin haben, wird der weibliche Orgasmus nicht lange auf sich warten lassen.

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