Besonders als Mann-über50 – Zwei Drittel der deutschen Männer sind zu dick

By Matthias Morgenstern
On 23. Juni 2018 At 10:13

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Ich habe das „Seefahrer-Gen“! – Klingt toll, ist es aber mitnichten.

Die Menschen, die vor Tausenden von Jahren den Schritt auf und über die Meere wagten, hatten nach einigen Forschern „thrifty genes“, von sparsame Gene. Diese ermöglichten es ihnen, aus Nahrung das absolute Optimum herauszuholen. Diejenigen, die diese Gene nicht hatten, starben vermutlich an Hunger. Überleben konnten nur die, deren Stoffwechsel nicht auf Verbrauch ausgerichtet war, sondern aufs Haushalten. Und die sinnvollste Körperkonserve für harte Zeiten ist nun mal Fett.

Die Nachfahren dieser „Seefahrer“ haben damit wohl ein Gen, dass aus den kleinsten Mengen Nahrung in der Lage ist, Fett zu speichern.

Neuere Forschungen haben ergeben, dass es sich bei dem veränderten Gen um PPARG handelt. Menschen mit Veränderungen des Gens PPARG nehmen bei fettem Essen leichter zu – haben also nur eine Chance: Fettes Essen vermeiden!

Ich tue das, habe auch im ersten Halbjahr durch strenge Enthaltsamkeit und Sport 10 Kilo abgenommen, aber das gefährliche Bauchfett, das viszerale Fett, zeigt sich noch ziemlich unbeeindruckt…

Mann-über50 – stolz auf ein Leben, dass sich an der Taille spiegelt?

Dabei sind es schon die kleinen Dinge…:

So viel ist das gar nicht, was entscheidet, ob wir dick oder dünn werden. Und so führt beispielsweise schon ein tägliches Übermaß von ein paar Krümeln Parmesankäse langfristig zu Übergewicht.

Die Alternative ist hart, aber besonders als Mann-über50 bedeutet der Dienst an der Gesundheit weitere Einschränkungen…

Und dabei bin ich nicht allein:

Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Männer überdurchschnittlich dick sind.

Experten sehen das mit Sorge – denn wer zu viel wiegt, wird eher krank.

Unter den erwachsenen Männern sind hierzulande 64,3 Prozent von Übergewicht betroffen, während laut der Untersuchung fast die Hälfte der erwachsenen Frauen und jeder fünfte Jugendliche zu dick ist. Das heißt, der Mann-über50 liegt noch über dem Durchschnitt!

2,1 Milliarden Menschen sind übergewichtig

Auffällig ist, dass sich mehr als die Hälfte der besonders stark übergewichtigen Menschen auf wenige Länder verteilt: Allen voran stehen die Vereinigten Staaten – fast jeder Zweite der rund 314 Millionen Einwohner ist der Studie zufolge zu dick. Deutschland belegt in der Statistik den achten Platz belegt, aber hier sollte unser Ehrgeiz nicht darin liegen, Plätze gut zu machen.

Seit 1980, als weltweit 857 Millionen Menschen als zu dick galten, hat sich der Anteil der übergewichtigen Männer nach Angaben der Wissenschaftler von 28,8 Prozent auf 36,9 Prozent erhöht. Insgesamt waren 2013 bereits 2,1 Milliarden Menschen zu dick – ein wesentlich rasanterer Anstieg als der der Weltbevölkerung.

Die Folgen von Übergewicht sind vielfältig. Nicht zuletzt ist es jedoch ein Risikofaktor für Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes. Der Grund für das hohe Gewicht sind meistens falsche Ernährung und zu wenig Bewegung; doch auch bestimmte Medikamente, Stress, Schlafmangel und genetische Veranlagungen zählen zu den Ursachen von Übergewicht und Fettleibigkeit.

Die gesundheitlichen Folgen haben wir schon in den Beiträgen zum Metabolischen Syndrom, Bluthochdruck und Diabetes besprochen, und wir werden damit fortfahren…

Der westliche Lebensstil mit der energiereichen industriellen Nahrung und einer Esskultur, die mindestens dreimal am Tag zu Tisch bittet und auch zwischendurch kaum ohne Imbiss auskommt – ist zumindest unserer Gesundheit nicht förderlich.

Es gibt zwar die Theorie, das das Hormon Leptin ein „Schlankhormon“ sei, aber praktisch und erprobt ist das nicht, und auch die Frage, wie man es steigern kann, ist noch nicht voll erforscht.

So bleibt nur die konservative Therapie. Sie besteht aus verminderter Zufuhr von Kalorien mit der Motivation zu körperlicher Betätigung.

Immerhin konnten laut einer Studie des Instituts für Ernährungsmedizin der Universität Hohenheim Frauen auf diese Weise innerhalb von 52 Wochen durchschnittlich 15,2 Kilogramm und Männer 19,4 Kilogramm an Körpergewicht verlieren. Der Bauchumfang verringerte sich im Mittel um elf Zentimeter – auch das ein wichtiger Indikator.

 

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