Herzinfarkt – Risiko für den Mann50plus?!

By Matthias Morgenstern
On 9. Januar 2015 At 14:58

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Anfang 50 scheint sich das Risiko für einen Herzinfarkt zu erhöhen. Mein bester Freund erlag an einem 2. Weihnachtsfeiertag bei einem Spaziergang im Freien einem Herzinfarkt, ein guter Kollege starb im vergangenen Jahr mit 51, und auch Frank Schirrmacher, Journalist, Essayist, Buchautor und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, starb im vergangenen Jahr mit nur 54 Jahren. Zwischen den Jahren erlitt ein guter Bekannter in den Fünfzigern ebenfalls einen Herzinfarkt, Herzinfarkt-Risikotest
den er aber glücklicherweise mit einer Operation überlebte.

Ein Herzinfarkt trifft viele Menschen wie aus dem Nichts. Männer im mittleren Alter, oft verantwortlich und in fordernden Stellungen, trifft es in vermeintlichen Ruhephasen. Dabei gibt es einige Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit für einen Infarkt steigern. Wie groß Ihr Risiko ist, können Sie im nebenstehenden Test der Deutschen Herzstiftung überprüfen.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, das Risiko zu verringern:

Tipp 1: Vermeiden Sie Übergewicht

Studien zeigen, dass ein hohes Risiko für den Herzinfarkt von Fettansammlungen in der Bauchregion ausgeht. Bei Männern steigt das Herzinfarktrisiko ab einem Bauchumfang von 94 Zentimetern, bei Frauen bereits ab 80 Zentimetern.

Tipp 2: Jede Zigarette kostet Lebenszeit

Verzichten Sie auf das Rauchen. Durch das Rauchen riskieren Sie nicht nur Lungenkrebs. Tabak vergiftet das Herz und schädigt das Herz-Kreislauf-System. Es bilden sich gefährliche Ablagerungen in den Arterien, die zu einer Herzschwäche oder zu einem Herzinfarkt führen können. Jede Zigarette verkürzt das Leben um 25 bis 30 Minuten.

Tipp 3: Bauen Sie Stress ab

Belastenden Situationen können Sie nicht ausweichen. Wichtig ist aber, wie Sie damit umgehen. Kleine Pausen zwischendurch geben neue Kraft. Sport und Bewegung bauen Stresshormone in Ihrem Körper ab.

Tipp 4: Soziale Kontakte streicheln Herz und Seele

Die Unterstützung durch Freunde und die Familie in belastenden Situationen tut nicht nur Ihrer Seele gut, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihr Herz aus. In Sportvereinen oder durch ein Ehrenamt finden Sie schnell Anschluss.

Tipp 5: Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag

Lassen Sie das Auto öfter stehen und gehen Sie möglichst viel zu Fuß. Vergessen Sie Lift und Rolltreppen – steigen Sie lieber Treppen. Gehen Sie öfter mal in der Stadt bummeln.

Tipp 6: Gesunde Ernährung für ein gesundes Herz

Eine gesunde Ernährung hält Ihr Herz in Form. Ideal ist die Mittelmeerküche, die nicht nur gesund ist, sondern auch gut schmeckt. Setzen Sie viel frisches Obst, Gemüse, Salat, Vollkornprodukte und Fisch auf Ihren Speiseplan. Salzen Sie nur sparsam, und würzen Sie lieber mit frischen Kräutern. Greifen Sie zu gesunden Ölen wie Raps- und Olivenöl.

Tipp 7: Kennen Sie Ihre Blutdruckwerte?

Erhöhte Blutdruck-, Cholesterin- und Blutzuckerwerte können Ihre Blutgefäße massiv schädigen. Lassen Sie Ihre Werte regelmäßig messen. So können Sie mit Ihrem Arzt negative Veränderungen frühzeitig erkennen und gegensteuern.

Bei diesen Warnzeichen sollten Sie sofort einen Arzt konsultieren, im Ernstfall zählt jede Minute!:

Bei den meisten Herzinfarkten treten einer oder mehrere folgender Warnzeichen auf:

Herzinfarkt-Warnzeichen

  • Schmerzen in der Brust
    Das wohl bekannteste Anzeichen für einen Herzinfarkt sind Schmerzen in der Brust. Diese Schmerzen dauern mindestens fünf Minuten an und können auch in Schulter, Arme, Hals, Kiefer und in den Oberbauch ausstrahlen.
  • Engegefühl in der Brust
    Ein Herzinfarkt wird häufig von einem Engegefühl in der Brust begleitet. Man fühlt häufig einen Druck auf den Brustkorb und ein Gefühl der Angst stellt sich ein.
  • Luftnot und Übelkeit
    Durch den Druck auf den Brustkorb klagen Betroffene häufig über Luftnot. Andere Alarmzeichen sind Übelkeit bis zum Erbrechen.
  • Schwäche
    Beim Herzinfarkt sinkt der Puls. Dadurch fühlen sich die Betroffenen oft schwach. Im Extremfall kann das Schwächegefühl sogar zu einer Bewusstlosigkeit führen.
  • Blässe und Schweiß
    Bei vielen Infarkten werden die Betroffenen blass und fahl im Gesicht. Dadurch können vor allem die Umstehenden den Infarkt sehen. Zudem kommt es oft zu kalten Schweißausbrüchen.

Aufhören zu rauchen, den Blutdruck senken und eine Blutfett-senkende Therapiemit diesen drei Schritten könnte man jeden dritten Herztod verhindern. Das berichten kanadische Wissenschaftler, die diese Herz-Prävention genauer untersucht haben.

Denken Sie in diesem Jahr an Ihre Gesundheit – ob mit oder ohne gute Vorsätze!

Sie haben noch viel vor!

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Comments

  1. Ich behaupte stark, dass Stressabbau das schwierigste Thema ist. Wenn ich daran denke, wie streng heutige Arbeitgeber mit der Einhaltung der Zeit sind, so wird nie der Stressfaktor auf ein Minimales reduziert werden können. Da muss genaue Abhilfe geschaffen werden, indem beispielsweise Überstunden anders genuttz werden können, statt ausbezahlt zu werden.
    Danke für spannenden Beitrag.

     — Reply

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