Es ist Zeit für den Frühjahrsputz!

By Matthias Morgenstern
On 18. April 2013 At 11:43

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Befreien Sie sich von Ballast

Wenn Sie wie ich eine ausgeprägte Sammelneigung haben, kommt unweigerlich der Tag, an dem Sie feststellen, dass Sie zwar wahrscheinlich alles haben, aber nicht mehr wissen wo – so dass Sie also mit Sicherheit zu viel haben. Das bremst und belastet Sie im Leben und mental. Sie fühlen sich nicht wohl in Ihrer Umgebung, in Ihrer Wohnung, an Ihrem Arbeitsplatz – in Ihrer „Haut“…

Versuchen Sie es im 1. Schritt mit Aufräumen: Schaffen Sie Ordnung. Das mag für den einen bedeuten, dass er nur einige Chaos-Ecken beispielsweise in Kartons verschwinden lässt. Der Andere muss seinen Arbeitsplatz aufräumen. Der Nächste hat vielleicht das Bedürfnis, grundlegend Ordnung zu schaffen und nimmt sich im Verlauf einiger Wochen seine gesamte Wohnung inklusive Keller und Dachboden vor und will richtig aufräumen.

Werden Sie aktiv!

Was auch immer Sie zu tun haben, um Ihre äußere Ordnung zu schaffen – gehen Sie es an!

Denn Dinge rauben Ihnen Ihr wichtigstes Gut – Zeit! Wenn Sie viele Dinge angehäuft haben – und das haben Sie, auch wenn Sie nicht „sammeln“, so wie ich es tat – kostet Sie schon das Suchen am Tag wertvolle Zeit. Rechnen Sie nur einmal 10 Minuten pro Tag, die Sie irgendetwas suchen, so ergibt das im Jahr über 60 Stunden, Zeit, die Sie sicher angenehmer nutzen könnten…

Vielleicht denken Sie auch, Sie hätten alles im Griff, Ihre Partnerin sorgt für die Ordnung im Haus, bei Ihnen sieht alles gut aus.

Denken Sie trotzdem einmal nach, ob Sie eigentlich belastet sind durch

– Dinge, die unordentlich oder schlecht organisiert sind – die Bibliothek, die CD-Sammlung, die Zeitungsausschnitte, die einmal wichtig zu sein schienen, die Kochrezept-Sammlung…

– zu viele Dinge auf zu engem Raum – Ihr Arbeitszimmer..

– alles, was nicht zu Ende gebracht wurde – belastet Sie mental…

Wenn Sie anfangen, sich von Dingen zu befreien, werden Sie sich auch mental viel besser fühlen!

Beginnen Sie klein!

Zum Beispiel in Ihrem Home-Office, mit Ihrem Schreibtisch, den Ordnern, den (Bücher-)Regalen, den Fach- (Computer-)Zeitschriften.

In Ihrem Home-Office geht es um Geld (Rechnungen, Bankangelegenheiten, Geldanlagen, Sicherheit (Versicherungen, Rente), um Ihre Steuerunterlagen und oft auch um berufliche Dinge, die Sie zuhause nacharbeiten (müssen oder wollen).

Sie kennen das: Sie suchen eine Rechnung für eine Reklamation, eine Gebrauchsanweisung, Steuerunterlagen  –  und das kostet Zeit!

Zunächst einmal sollten Sie herzhaft entrümpeln – alle Rechnungen, die älter als zwei Jahre sind, alle Bedienungsanleitungen, für die die Geräte schon lange nicht mehr da sind, alle Prospekte, Bestellkataloge, die abgelaufen sind, auch alle Zeitschriften, die älter als zwei Jahre sind.

Computerzeitschriften und die Tipps daraus, die so alt sind, schauen Sie nicht mehr  an oder nutzen Sie nicht mehr. Inzwischen gibt es neue Software-Releases, in die die Tipps von damals schon eingeflossen sind… Auch Ihre Fachzeitschriften von damals haben oft ihre Berechtigung verloren, im Zweifel finden Sie Artikel, die Sie suchen, auch in den Online-Archiven.

Für die Ablage (eine geordnete!) sortieren Sie alles, was aufgehoben oder gar archiviert werden sollte: Darlehens- und Kreditunterlagen, Versicherungsnachträge, Kontoauszüge, steuerrelevante Unterlagen,

Vermögensanlagen und Rechnungen (bis zwei Jahre…).

Zu den Rechnungen zählen nicht die Bons aus dem Supermarkt oder vom Gemüsehändler!

Die Zeugnisse Ihrer Kinder – so sie noch bei Ihnen ankommen – Bewerbungsunterlagen, Ihre beruflichen Unterlagen – das kommt in Ihr geordnetes Archiv.

Für Schriftstücke, die unbedingt und bald oder mit Termin erledigt werden müssen, nutzen  Sie entweder einen Pultordner, wie es sie in verschiedenen Ausführungen gibt, oder, wie ich, ein Mappensystem von Leitz mit Mappen für die Monate, Lieferscheine, ToDos usw.

Nun geht es an die vielen unnötigen Utensilien, die Ihre Schubladen verstopfen.

Das Diktiergerät, das Sie nicht mehr nutzen, die billigen und kaputten Kugel- und Filzschreiber, die Netzadapter und Ladekabel, von denen Sie nicht mehr wissen, zu welchem Gerät sie gehört haben.

Da, wo Sie es noch zuordnen können, kennzeichnen Sie Kabel und Adapter mit einem Etikett, das wird es beim nächsten Mal leichter machen.

Sie brauchen auch die alten Druckerkabel (wahrscheinlich) nicht mehr, mehr als 2 USB-Kabel müssen nicht in Reichweite sein, die anderen kommen entweder in den Keller oder werden entsorgt.

Was auch mir am schwersten gefallen ist – die Bücher auszusortieren. Das gehört zu den schwierigsten Entrümpelungsaufgaben überhaupt, weil wir Büchern oft eine „heilige“ Ehrfurcht entgegenbringen.

Es gibt viele Gründe dafür:

– Bücher, ordentlich im Regal stehend, sind dekorativ!

– Bestimmte Bücher erinnern uns an bestimmte Abschnitte unseres Lebens, Emotionen, Erfahrungen.

– Die Fachbücher aus dem Studium, über wichtige Schritte im Beruf – davon trennt man sich schwer…

– Und nicht zuletzt signalisieren Bücher auch – besonders den Besuchern Bildung, Kultur, Offenheit und Welterfahrung.

Aber – wie bei mir: Sommerfeld: Partielle Differentialgleichungen in der Physik oder De Broglie: Licht und Materie sind lediglich ein Zeichen dafür, dass ich das vor vielen Jahren einmal studiert habe, heute würde mich selbst die erneute Einarbeitung Wochen Kosten!

Über viele meiner Fachbücher hat sich ein Student gefreut…

Ein dicker Wälzer über dBase, eine Elektronikfibel aus den Achtzigern – das wird man nicht einmal mehr über booklooker, ebay oder momox los.

Bei anderen Büchern lohnen sich diese Plattformen aber allemal, Sie werden nicht reich, aber haben das gute Gefühl, dass Ihre aussortierten Bücher noch eine neue Verwendung finden…

Lüften Sie durch – schaffen Sie Platz für neue Ideen und Gefühle…!

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