Der Bodygard wird 60

By Matthias Morgenstern
On 18. Januar 2015 At 10:51

Category :

Responses : Keine Kommentare

Auch Kevin Costner wird wegen seines Alters gelegentlich melancholisch: „Meine letzten drei Kinder sind noch jung und ich würde zu gern mitbekommen, was in ihrem Leben noch alles passiert“, sagte er der Illustrierten „Bunte“. „Es mag sein, dass ich einige große Erlebnisse verpasse. Die Vorstellung stimmt mich traurig“, ergänzte der berühmte Schauspieler, Regisseur und Produzent.

Der Vater des vielseitigen Superstars war übrigens deutschstämmig, seine Mutter irisch.
Aus zwei Ehen und einer weiteren Romanze hat er 7 Kinder.

Kevin_CostnerSeine einzigen beiden Oscars erhielt er als Regisseur und Produzent des Indianerepos „Dances With Wolves“ („Der mit dem Wolf tanzt“). Sein Regiedebüt gewann 1991 auf Anhieb sieben der begehrten Gold-Statuen.

1974 gab Costner sein Filmdebüt in der Softsex-Komödie Malibu Summer, an die er sich allerdings nicht gerne erinnert. 1985 erhielt Costner  schließlich eine Hauptrolle in dem erfolgreichen Western Silverado, der allerdings nur für seine Filmmusik Oskar-nominiert wurde.

Seinen internationalen Durchbruch feierte Costner 1987 mit Brian de Palmas Film The Untouchables – Die Unbestechlichen mit Sean Connery als ehrlichem Polizisten, Robert De Niro als Al Capone und Costner als dessen Gegenspieler Eliot Ness. Im selben Jahr drehte er den ebenfalls erfolgreichen Thriller No Way Out – Es gibt kein Zurück.

Bis Mitte der 1990er Jahre hatte er mit dem Abenteuerfilm Robin Hood – König der DiebeOliver Stones Geschichtsinterpretation JFK – Tatort Dallas (beide 1991), dem romantischen Thriller Bodyguard (1992) mit Whitney Houston und Clint Eastwoods Perfect World (1993), in dem Costner erstmals einen Verbrecher spielte, eine Serie weiterer Erfolge.

Teure Flops

Doch Costner musste auch teure Flops hinnehmen. Das von ihm produzierte futuristische Abenteuer „Waterworld“ (1995) war ein großer Reinfall. 1998 setzte Costner noch einmal sein ganzes Renommee ein, um als Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent eine mit Wyatt Earp vergleichbar teure Mischung aus Western und Science Fiction drehen zu können: The Postman wurde ein Misserfolg. Der Film wurde mit fünf Goldenen Himbeeren (darunter zwei für Costner) „ausgezeichnet“.

Nach diesem Misserfolg konnte sich Costner nie wieder in der ersten Hollywood-Liga positionieren, obwohl er auch weiterhin kontinuierlich beschäftigt war. Er spielte Hauptrollen in Liebesfilmen wie Message in a Bottle (1999), An deiner Schulter (The Upside Of Anger, 2005) oder dem Politthriller Thirteen Days (2000).

Zweite Karriere als Musiker

Costner hat in den vergangenen Jahren eine weitere künstlerische Laufbahn begonnen. Mit seiner Rock– und Countryband „Kevin Costner & Modern West“ geht er als Sänger und Gitarrist häufig auf Tour. „Ich mache auf der ganzen Welt Musik“, sagt Costner im „AARP“-Interview. „Ich weiß noch nicht, wo die zweite Hälfte meiner Karriere hingeht. Aber ich behalte mir immer das Recht vor, etwas anderes zu tun“. Im Februar 2013 trat er mit seiner Band im Rahmenprogramm der Alpinen Skiweltmeisterschaft in Schladming auf.

CIA-Agenten und der Vater von Superman

Es gibt auch noch jede Menge Projekte in seinem Leben. Gleich drei Costner-Filme kamen 2014 ins Kino. In „Jack Ryan: Shadow Recruit“ spielte er einen CIA-Agenten, in dem Sportdrama „Draft Day“ den Manager eines Footballteams, in „3 Days To Kill“ setzte er wieder auf Action. Im Jahr zuvor mimte er im Blockbuster „Man of Steel“ den Ziehvater von Superman (Henry Cavill).

Derzeit ist der Thriller „Criminal“ in der Mache, mit Costner als gefährlichem Gefängnisinsassen, dem die Fähigkeiten eines toten Agenten eingepflanzt werden. Der manipulierte Häftling soll dabei helfen, einen Anschlag zu verhindern.

Auch kleinere Filme liegen Costner am Herzen

Neben großem Action-Kino nimmt sich Costner aber auch für Independent-Filme Zeit. Ende Januar läuft in den USA das Rassismus-Drama „Black or White“ an. Für Costner ist es „ein kleiner Film“, in dem er unbedingt mitspielen wollte. Er hoffe, dass dies eine Gelegenheit ist, „um den Dialog zu beginnen, der in Amerika dringend notwendig ist“.

„In unserem Haus geht es laut zu“, sagte Costner in einem anderen Interview mit der US-Zeitschrift „AARP„.
„Ich liebe mein Leben. Ich bedauere nichts. Es herrscht eine Menge Freude in unserem Haus“.

Costners Name ziert den Stern Nummer 2233 auf dem Hollywood Walk of Fame.

 

(Bild oben: „Kevin Costner Césars 2013“ von Georges Biard. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons)

Add your comment

XHTML : You may use these tags : <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled website. To get your own globally-recognized avatar, please register at Gravatar.com

*



Wir nutzen Cookies, um Dir passende Inhalte zu präsentieren und Dein Surfvergnügen zu optimieren, aktivieren die Cookies aber erst, wenn Du auf "Akzeptieren" klickst. Weitere Informationen

Wir benutzen Google-Analytics, um zu ermitteln, welche Inhalte unsere Besucher sehen wollen und welche nicht. Eingebettete YouTube-Videos helfen Dir mittels Cookies, nur die Videos zu sehen, welche Du sehen willst.

Schließen