Damit Sie nichts bereuen müssen…

By Matthias Morgenstern
On 26. März 2013 At 12:15

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Ostern steht vor der Tür. Da geht es um Tod und Auferstehung Jesu Christi.

Eine Gelegenheit, auch einmal über die eigene Auferstehung – und – den Tod, was wir bis dahin noch schaffen wollen und wie wir auf unser Leben zurückblicken wollen, nachzudenken.

Aktuell stürmt ein Buch die Sachbuch-Hitparaden, das eine australische Krankenschwester, Bronnie Ware, vor zwei Jahren geschrieben hat. Sie  betreute jahrelang todkranke Menschen und erfuhr „Die fünf Dinge, die Todkranke am häufigsten bereuen“.

Hier sind sie:

1.„Ich hätte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben – und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten lassen.“ oder
Ich wünschte, ich hätte mein wahres Leben mehr ausgelebt – nicht so gelebt, wie andere es von mir erwartet haben.

Ware: „Diese Aussage hörte ich am häufigsten. Wer realisiert, dass sein Leben bald vorbei ist und nüchtern zurückblickt, der merkt erst, wie viele Träume unerfüllt geblieben sind. Die meisten Menschen hatten sich nicht mal die Hälfte all ihrer Träume erfüllt – und jetzt mussten sie sterben, im Bewusstsein, dass es an Entscheidungen lag, die sie getroffen oder gescheut hatten. Wer gesund ist, genießt gleichzeitig eine enorme Freiheit. Leider merken die meisten Menschen das erst, wenn die Gesundheit weg ist.“

2. „Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen.“ bzw.
Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. – Pflegen Sie Ihre Beziehungen!

Ware: „Das sagte jeder meiner männlichen Patienten. Durch ihre Arbeit hatten sie die Jugend ihrer Kinder verpasst und die Gesellschaft ihres Partners – und nun bereuten sie, der Tretmühle des Berufslebens so viel Lebenszeit gewidmet zu haben.“

3. „Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken.“
Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine wahren Gefühle auszudrücken.

Ware: „Viele Patienten unterdrückten ihre Gefühle, um es sich mit ihren Mitmenschen nicht zu verscherzen. Deshalb entschieden sie sich dazu, ein mittelmäßiges Leben zu führen – und wurden nie zu dem, was sie hätten sein können. Viele wurden dadurch so verbittert, dass sie krank wurden.“

4. „Ich hätte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen.“
Ich wünschte, ich hätte mehr Kontakt zu meinen Freunden gewahrt.

Ware: „Erst auf dem Sterbebett erinnerten sie sich an den Wert alter Freundschaften – und dann waren diese Freunde häufig nicht mehr zu erreichen. Viele waren so beschäftigt mit ihrem eigenen Leben, dass sie alte Freunde im Laufe der Jahre aus den Augen verloren hatten – und das tat ihnen jetzt unendlich leid. Wer im Sterben liegt, vermisst seine Freunde.“

5. „Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen.“
Ich wünschte, ich hätte mir selbst mehr Glück zugestanden.

Ware: „Dass Glück und Zufriedenheit eine Entscheidung sind, bemerkten sie erst in ihren letzten Wochen. Viele hatten ihre festen Angewohnheiten und Eigenschaften.  Die vermeintlich gewohnte und bequeme Umgebung hatte sich auf ihren Körper und ihre Seele ausgewirkt. Dabei hatten sie schlicht und einfach Angst vor Veränderung. Deshalb gaukelten sie sich und anderen vor, glücklich und zufrieden zu sein – obwohl sie in Wahrheit gerne mal wieder gelacht hätten und gerne albern gewesen wären.“

Was würden Sie bereuen?

Es sind nicht die kurzfristigen Hochgefühle durch Geld, Erfolg, Sex oder Bewunderung, die rückblickend wirklich zählen.

4 freie Tage – nutzen Sie ein paar ungestörte Minuten – auch ohne Handy! – suchen Sie sich einen bequemen Platz, schließen Sie Ihre Augen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen.

Meditieren Sie – Achten Sie dabei auf Ihre inneren Reaktionen wie Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken. Nutzen Sie die folgenden Affirmationen:

„Mein Leben gehört mir.“

„Ich muss es anderen nicht immer recht machen.“

„Ich bin in okay, so wie ich bin.“

 „Ich muss nicht immer stark sein.“

 „Ich muss nicht immer funktionieren.“

 „Alle meine Gefühle sind in Ordnung.“

„Ich darf meine Gefühle spüren und zeigen.“

 „Ich brauche Menschen.“

„Menschen brauchen mich.“

„Ich habe Wertvolles zu geben.“

 „Es darf mir gut gehen.“

„Ich muss nichts wiedergutmachen.“

„Alles ist gut.“

Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Leben zu betrachten – Wenn sie ihr Leben noch einmal leben könnten, erzählten die Patienten von Bronnie Ware,  würden sie mehr Platz schaffen für das Nachdenken darüber, was sie da eigentlich tun mit und in ihrem Leben. Sie würden in regelmäßigen Abständen einmal innehalten, um ihre Motive und Wünsche zu hinterfragen, ihren Lebenskontext zu betrachten und sich Ziele zu setzen. Sie würden die Initiative ergreifen und ein selbstbestimmteres Leben führen. und übernehmen Sie die volle Verantwortung für Ihr Leben.

Bringen Sie den Mut auf, Risiken einzugehen In einem zweiten Leben  würden sie sich mehr Mut für unkonventionelle Entscheidungen wünschen, im Privatleben wie im Beruf. „Die meisten von uns nehmen ihre Musik mit ins Grab“, hat jemand einmal gesagt. Erlauben Sie es sich, spontan und kreativ zu sein. Fast alle Patienten erzählten, dass sie sich am lebendigsten fühlten, wenn sie Herausforderungen annahmen – wenn sie bereit waren zu lernen, zu wachsen, zu entdecken, Neues auszuprobieren und sich dem Unbekannten auszusetzen. Das wollen wir hier auf Mann50plus gemeinsam angehen!

Verlassen Sie sich nicht auf äußeren Erfolg Hinterlassen Sie eine Spur –  vielleicht haben Sie schon einen Sohn gezeugt, ein Haus gebaut, einen Baum gepflanzt – aber Sie können noch viel mehr! Etwas  schaffen, einen Zweck erfüllen, der außerhalb des eigenen Lebens und materieller Interessen liegt. Äußere Erfolgsfaktoren wie Geld, Statussymbole und Karriere sichern auf Dauer nicht das Gefühl eines erfüllten Lebens. Bei der Innenbewertung geht es im Kern um Integrität: Je stärker man sein Leben an den persönlichen Werten und Fähigkeiten ausrichtet, umso reicher und erfüllter empfindet man es.

“Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben.” Zum Glück muss man dazu nicht bis zur letzten Stunde warten. Eine Krise oder ein ruhiger Spaziergang ist eine genau so gute Gelegenheit. Oder ein berührender Film, ein Buch, das uns aufrüttelt oder das Gespräch mit einem Freund.

Oder ein paar Minuten des Innehalten und Nachdenkens an Ostern…

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