Fastenzeit

By Matthias Morgenstern
On 6. März 2013 At 14:27

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Fastenzeit – fasten Sie auch?

Seit drei Wochen ist Fastenzeit. Fasten Sie auch?

Die Fastenzeit vor Ostern ist ein Wendepunkt im Jahreslauf. Der Winter verabschiedet sich und macht Platz für den Frühling. Die Tage sind schon merklich länger.

In der Fastenzeit erinnern die Christen an das 40-tägige Fasten von Jesus vor Ostern.

Aber auch ohne religiösen Hintergrund hat das Fasten Einzug z. B. in die Schlankheitsbranche, aber auch in die Suche nach besseren Wegen, sein Leben zu gestalten, gefunden.

Es gibt viele unterschiedliche Arten des Fastens z. B.:

  • Totales Fasten – nur mit Wasser und Tee
  • Saftfasten – geringe Mengen Obst- und   Gemüsesäfte sind auch erlaubt
  • Klassisches Heilfasten nach Otto Buchinger –  benötigte Nährstoffe gibt es durch eine spezielle Kartoffelsuppe
  • Molkefasten – 1 Liter Molke / Tag, ungezuckerte  Tees und Wasser
  • Basenfasten – man kann weiterhin richtig essen,  muss sich aber an einen festen Plan halten

Aber so streng muss man es ja nicht halten…

Ich habe viele Jahre ein strenges Saftfasten in jedem Frühjahr und Herbst durchgeführt, manchmal bis zu 3 Wochen, was schon grenzwertig ist. Wenn man in dieser strengen Form fastet, sollten es nicht mehr als 7-14 Tage sein. Nach dem unangenehmen Procedere der Darmentleerung fühlt man sich von Tag zu Tag besser, wird wacher, fast euphorisch.

5-6 Kilogramm habe ich jedes Mal verloren – allerdings auch im folgenden halben Jahr immer wieder zugelegt, und meist sogar „eine Schippe drauf“ – der berüchtigte YoYo-Effekt. Dabei war es egal, ob ich nur Apfelsaft und Gemüsebouillon, oder auch Eiweißpulver zu mir genommen habe.

Vor ca. 5 Jahren habe ich damit aufgehört. Ich habe versucht, meine Ernährung langfristig umzustellen – aber das ist ein anderes Thema.

In der Fastenzeit, von Aschermittwoch bis Ostern, habe ich mir trotzdem einen Verzicht auferlegt. Und zwar trinke ich in dieser Zeit keinen Wein – für einen leidenschaftlichen Weintrinker, der gerne bis zu einer halben Flasche eines guten Tropfens trinkt, ist das eine Prüfung! Aber mit dieser kleine Maßnahme purzeln bei mir in dieser Zeit auch 6-7 zusätzliche Pfunde.

Viele unserer Landsleute „fasten“ auf ganz unterschiedliche Art und Weise. manche verzichten auf Süßigkeiten, AlkoholFast Food oder das Auto – neu: auf Facebook!

Vielleicht liegt es am biologischen Programm, dass es vielen Menschen ein Bedürfnis ist, sich in der Fastenzeit neu zu orientieren. Auch Sie haben sich vielleicht entschlossen, für die Wochen der Fastenzeit auf eingefahrene Gewohnheiten zu verzichten, die Ihnen nicht (mehr) den gewünschten Nutzen bringen. Sicher tut es uns allen gut, weniger Zeit vor dem Fernseher, dem PC oder hinter der Zeitung zu verbringen.

Stefan F. Groß hat einmal eine Fernseh-Fastenwoche angeregt.

Die hätte viele Vorteile:

Erstens: Sie gewinnen Zeit für die Dinge, die das Leben bereichern, aber im Alltag oft zu kurz kommen. Selbst wenn Sie bisher täglich nur eine Stunde fernsehen (und damit deutlich unter dem Durchschnitt liegen), so haben Sie in einer Fernseh-Fastenwoche sieben Stunden mehr, um sich mit Freunden zu treffen, um Sport zu treiben, um ein gutes Buch zu lesen oder um etwas Besonderes mit Ihrem Partner zu unternehmen.

Zweitens: Sie leben bewusster. Eine Woche ohne Fernsehen bringt Sie automatisch dazu, wieder stärker darüber nachzudenken, was Sie mit Ihrem Leben noch alles anfangen können, anstatt aus Bequemlichkeit jeden Abend einfach auf die Fernbedienung zu drücken.

Drittens: Die meist doch negativen Emotionen, die bei den täglichen Horrormeldungen im Fernsehen auf Sie einströmen, können Sie ohne Schaden – im Gegenteil! – vermeiden.

Probieren Sie es doch einmal aus!

Sie werden sehen, Sie werden wieder Herr Ihrer eigenen Gedanken.

 

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Comments

  1. Ich schwöre auch auf Fasten und mache einmal pro Jahr eine Fastenkur im April, dieses Jahr wegen des frühen Osterfests aber erst nach Ostern. Nachdem ich nun einige Jahre unter Anleitung gefastet habe, werde ich dieses Jahr zum ersten Mal alleine fasten. Ich werde mir viel Zeit nehmen für Spaziergänge und ich schwöre auf Basentees, die aus 50 verschiedenen Kräutern hergestellt werden. Meine individuelle Mischung habe ich gefunden. Der Tee löst die Schlacken aus dem Bindegewebe noch besser als Wasser.

     — Reply

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